• "Bilderladen Monotony" 1995, Rennweg 23, erster Stock, Zürich

    "Bilderladen Monotony" 1995, Rennweg 23, erster Stock, Zürich 

  • "Bilderladen Monotony" 1995, Rennweg 23, erster Stock, Zürich

    "Bilderladen Monotony" 1995, Rennweg 23, erster Stock, Zürich 

Bilderladen Monotony

5. August bis 28. Dezember 1995
Rennweg 23, erster Stock, 8001 Zürich

Esther Eppstein bezieht 1994 mit einer Künstlerfreundin einen leerstehenden Showroom im ersten Stock mit Schaufenster zum Rennweg und eröffnet darin im August 1995 ihren ersten Kunstraum in Zürich. „Bilderladen Monotony“ spielt mit der Assoziation zum Kapitalistenspiel Monopoly, in welchem der Rennweg Zürichs teuerste Strasse ist. Die Luxusmeile Rennweg ist zu jener Zeit träge und verstaubt, und die Zürcher Innenstadt noch immer von den Nachwehen der langjährigen Drogenmisere rund um den Hauptbahnhof geprägt.

Monotony ist nicht als Kunstraum definiert, sondern als ein Treffpunkt, in welchem Freundinnen und Freunde ausstellen, experimentieren, und sich und ihr Publikum ausprobieren. Zwei Programmreihen mit kurzen Ausstellungen, von Esther Eppstein zusammengestellt und ohne Geld organisiert, bringen Publikum vorwiegend aus dem Freundeskreis aus Kunstgewerbeschule, Hausbesetzungen und der damals noch kleinen Zürcher Musik- und Kunstszene. Immer mit dabei auch Esther Eppsteins Familie, Ehemann Mauro Arnold und die kleinen Kinder Moritz und Maria. In einem kurzen Zeitraum von August bis Dezember 1995 finden 18 Vernissagen statt.

Von Beginn weg verfolgt Esther Eppstein ihre Vision eines Ortes für ihre Generation, die noch keiner Kunstszene angehört. Am Nachmittag der ersten Vernissage überquert sie den Rennweg zum gegenüberliegenden „Ganz“ Fotogeschäft, besorgt sich ihre erste analoge Kompaktkamera und fotografiert nachfolgend alles, was im Monotony passiert.