Die aktuelle Ausstellung der Zürcher Künstlerin und Fotografin Ruth Erdt entstand aufgrund der Einladung von message salon, noch vor Abriss des Gebäudes Perla-Mode eine neue Arbeit zu realisieren. In den Räumen im Parterre und Keller zeigt die Künstlerin eine Multimedia-Installation, die sich um Erinnerung, innere Bilder und das Wesen der Fotografie dreht. Ruth Erdts Beschäftigung mit dem Medium der Fotografie gründet in der 30-jährigen Tätigkeit als Fotografin jener Generation, die den Umbruch der analogen zur digitalen Fotografie und den damit einhergehenden veränderten Umgang mit dem Bild unmittelbar erlebt und thematisiert.
In Ruth Erdts Fotografie, durch die Ausstellung «Die Lügner», 2011 in der Fotostiftung, Winterthur, mit einer fiktionalisierten Fotoinstallation über ihre eigene Familie einem grösseren Publikum bekannt geworden, ist die eigentliche Wahrnehmung nicht immer genau das, was sichtbar ist. Ein wesentlicher Aspekt der Fotografie ist die Fiktion und die Manipulation durch Technik und Selektion. Ruth Erdts Installationen und Fotografien rufen beim Betrachter eigene innere Bilder und Erinnerungen hervor. Ist Fotografie Erinnerung? Sind die in unserem Innern verborgenen Bilder „Das stets sich selbst an den Füssen klebt“? Ruth Erdt stellt sich und der Betrachterin die Frage nach dem „wahren Bild“.
Anlässlich der Ausstellung erscheint die Publikation «Die Behauptung», Ruth Erdt, Foto-Zine, 28 Seiten, s/w, ©message salon, 2013
Die Ausstellung von Ruth Erdt wird grosszügig unterstützt von videocompany, Zofingen.