Die Ausstellung „message salon so long“ basiert auf Esther Eppsteins message salon Archiv und ist eine Art persönliche Retrospektive zur Geschichte von message salon, und ein Rückblick auf den Kunstraum als einen wichtigen und einflussreichen Ort und Nährboden der Zürcher Kunstszene. „message salon so long“ ist aber auch eine Ansicht auf den Salon als ein Gesamtkunstwerk und Esther Eppsteins subjektives, biografisch-künstlerisches Resümee über Kunst und Leben in der Stadt Zürich.
An der Vernissage live:
Hausmusik mit Arthur und Lukas
Die beiden Musiker Arthur Fornallaz und Lukas Müller spielten in der Perla-Mode zwischen 2006 und 2013 vielmals Musik, live als Mr Soul oder als DJs mit Vinylplatten. In der Ausstellung musizieren sie live vor dem Hintergrund von Esther Eppsteins projizierten Perla-Mode-Alben und spielen Coverversionen von Leonard Cohen bis Gnarls Barkley.
Ruth Erdt hält eine feierliche Rede
Die Künstlerin und Fotografin Ruth Erdt zeigte 1997 im message salon ihre erste Ausstellung. Ruth Erdt hält eine persönliche Rede, mit einem für speziell diesen Anlass entstandenen Text, über ihre Verbindung zu message salon, die Freundschaft mit Esther Eppstein und über das Kunstmachen und das Künstlerinnenleben in der Stadt Zürich.
Chritz & Chratz & Angela, vor dreissig Jahren und jetzt im message salon
Zu Eröffnung des ersten message salon am 4. April 1996, spielten Chritz & Chratz & Angela (Alain Kupper, Kay-Zee aka Patrick Hollenstein und Angela Giger) ein legendäres Konzert im kleinen Ladenlokal an der Ankerstrasse. Die Ausstellung bei Kupper Modern wird wiederum eröffnet mit einem Konzert von Chritz & Chratz & Angela, die sich nach zwanzigjähriger Pause wiedervereint haben, um ein Re-Acting des legendären Konzertes von 1996 zu spielen – neu arrangiert, neu interpretiert und mit demselben Verve und der Freude an der Musik und der Band, so das wiederum ein legendäres Konzert versprochen ist.
Die künstlerischen Kollaborationen in der Ausstellung:
Maria Pomiansky
Das Triptychon, die drei Ölbilder von Maria Pomiansky und Esther Eppstein, sind zwischen 2020 und 2023 während stundenlanger Porträtsitzungen in Maria Pomianskys Atelier und in der message salon embassy Reception an der Köchlistrasse entstanden. Die Bilder zeigen Stationen eines Künstlerinnenlebens, sie sind künstlerische Kollaboration und performative Szenografie, eine Ode an die Künstlerfreundschaft, das Atelier und eine Referenz an die Malerei und ihre Geschichte in der Kunst.
Amos Angeles
Der seit der Perla-Mode vielseitig im message salon aktive Künstler präsentiert zum 30-jährigen Jubiläum die Space Edition seines Früchtebrots Goldstei, ein Kunstwerk mit besonderer Geschichte und Wirkung. Was es mit diesen Steinen auf sich hat, könnte mit dem wieder aufgetauchten Briefwechsel zwischen der weltberühmtesten Salonière Gertrude Stein und der stadtbekannten Salonière Esther Eppstein im Zusammenhang stehen. Die Spezialedition Goldstei ist nur im message salon erhältlich, in einer limitierten Edition von 50 Stück.
Verdandi Lab
Die Parfumeurin Tanski Kulminska aka Verdandi Lab, war von Esther Eppstein beauftragt, einen Duft zu kreieren, der ihre Rolle als Künstlerin im message salon beschreibt. Der Duft „la reine des salons“ ist ein exklusives Parfum, von Tanski Kulminska in ihrem Parfumlabor von Hand hergestellt und besteht nur aus besten und edelsten Ingredienzen: türkische Rose, Zedernholz aus Alaska, Vetiver, Patschuli, italienische Bergamotte, Sichuan-Pfeffer, indischer Kreuzkümmel und Sakura … Das exklusive Parfum „La reine des salons“ gibt es nur im message salon, hier kann man es testen und erwerben in der edlen Verpackung einer Fotoarchivschachtel, in limitierter und signierten Edition von nur 30 Stück.
Veranstaltungen in der Ausstellung
Esther Eppstein ist im message salon anwesend
Mittwoch 15–18 Uhr und Samstag 14–17 Uhr
Samstag, 10. Oktober, 16 Uhr
„Esther“ Maria Pomiansky, Zine Vernissage
Mittwoch, 4. November, 18 Uhr
Im Salon – Esther Eppstein im Gespräch mit Susanna Koeberle. Eine Veranstaltung mit Omanut, Zürich
Samstag, 14. November, 16–20 Uhr
Trance Magazine – die message salon Edition. Zine-Workshop mit Moe Arnold und Valentina Stieger, DJ-Set von Maria Arnold und Noah Item
Freitag, 20. November, Türe 19.30 Uhr, Konzert 20 Uhr
Spectralina (Selina Trepp und Dan Bitney), audiovisuelles Konzert. Eintritt 20 CHF
Mittwoch, 16. Dezember, 19 Uhr
Tsvinglishtras – Ein Abend mit dem Fokus auf Esthers Vater Paul Eppstein, geboren am 16. Dezember 1917 an der Zwinglistrasse, und ein Vortrag von Mario Lüscher, Kunsthistoriker, über die enge Freundschaft von Paul mit dem Zürcher Bildhauer Hans Aeschbacher (in Deutsch).
Samstag, 9. Januar, ab 16 Uhr
Finissage … message salon, so long …
Esther Eppstein dankt:
den Künstlerinnen und Künstlern, die ich im Rahmen meiner Vorbereitungen zur Ausstellung interviewen durfte: Amos Angeles, Stini Arn, Stefan Davi, Ruth Erdt, Michael Günzburger, Zuni Halpern, San Keller, Alain Kupper, Roy Menachem Markovich, Edit Oderbolz, Maria Pomiansky, Saskja Rosset, Alexis Saile, Kerim Seiler, Benjamin Sommerhalder und Selina Trepp.
Grossen Dank für die Hilfe bei der Planung und Umsetzung der Ausstellung: Alain Kupper, Benjamin Sommerhalder, Valentina Stieger, Zuni Halpern, Saskja Rosset, Lev Merlin Platt, Pino Wegmüller, Sandra Bradvic, Tatiana Kulminska, Amos Angeles, Kerim Seiler, Rémi Jaccard, Sämi Müller, Monika Schori, Alexis Saile, Kasia Jackowska, Stella Giger.
Grossen Dank für die Unterstützung der Ausstellung: videocompany.ch; Literaturmuseum Strauhof, Zürich; Kunsthaus Zürich; Bistro Venus Oerlikon; Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung.