Am 4. April 1996 eröffnet Esther Eppstein den ersten message salon, in einem ehemaligen Spiegelgeschäft an der Ankerstrasse 6 im Wohnquartier Dreieck, in Zürich Aussersihl. Der Kunstraum wird schon bald zum Treffpunkt und Treiber der sich neu erfindenden Zürcher Kunstszene der späten neunziger Jahre. Die Vernissage, der soziale Treffpunkt, das Kreieren eines Ortes und einer Szene, ist von Beginn weg Esther Eppsteins künstlerisches Interesse. Mit einer analogen Olympus-miu Kamera dokumentiert sie das Geschehen und die Menschen in ihrem Salon. Alles ist do-it-yourself und low-budget, Produktionsbudgets sind unbekannt und Förderung gibt es keine. Mit einer improvisierten Bar und etwas Kunstverkauf lässt sich Geld generieren. Anfänglich auf drei Monate befristet, ist der Kunstraum message salon zwei Jahre an der Ankerstrasse aktiv.
Im Sommer 1998 präsentiert Esther Eppstein im Rahmen der von Bice Curiger kuratierten Ausstellung „Freie Sicht aufs Mittlemeer“ die Publikation „message salon, Ankerstrasse 6“. Teil der Publikation ist das VHS-Videotape „Der message salon Fotoband“, mit Fotografien von Esther Eppstein und Sound von Stini Arn.
„message salon, Ankerstrasse 6, 8004 Zürich. Der message salon Fotoband, 49 Vernissagen, April 96 bis Oktober 97“ .
Digitalisiert von SIK Art Lexikon, 2016 ©Esther Eppstein
Die Publikation: Esther Eppstein „message salon, Ankerstrasse 6“. Idee und Konzept Esther Eppstein und Alexis Saile. VHS-Video: Foto Esther Eppstein, Sound Stini Arn. Katalog: Fotografien von Manuela Ledermann, Texte von Peter Weber, Pipilotti Rist, Simon Maurer, Kerim Seiler u.a. Grafik Alexis Saile. Andreas Züst Verlag/Scalo Verlag, Zürich, 1998.