• Ingrid Scherr: "Nettoall", 2010
Fotografie, ca 31 x 39 cm

    Ingrid Scherr: "Nettoall", 2010 Fotografie, ca 31 x 39 cm 

  • Ingrid Scherr: "Nichts", 2010
div. Materialien auf Holz, 53 x 41 cm

    Ingrid Scherr: "Nichts", 2010 div. Materialien auf Holz, 53 x 41 cm 

  • Peter Lynen: "Black Aspirine", 2010
Leucht Objekt, 30 x 25 x 50 cm, Detail

    Peter Lynen: "Black Aspirine", 2010 Leucht Objekt, 30 x 25 x 50 cm, Detail 

  • Peter Lynen: "Theopathie", 2010
Collage, 32 x 40 cm

    Peter Lynen: "Theopathie", 2010 Collage, 32 x 40 cm 

Out of Reach

Anthropologie des Eigenen

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Vernissage: Mittwoch 12. Januar 2011, 18 – 23 Uhr

Freitag und Samstag 15 - 18 Uhr, Mittwoch 18 - 22 Uhr

Ingrid Scherr und Peter Lynen waren während zehn Monate als Artist in Residence zu Gast in den Ateliers der ABZ auf dem Werkhof im Gaswerk Schlieren. Im message salon downtown zeigen die beiden Hamburger Künstler eine kleine Werkschau mit Bildern und Objekten, die während ihres Aufenthalts in Zürich entstanden sind.

Ingrid Scherrs Fotografien und Collagen treiben sich um die Frage der Diskrepanz zwischen Wunsch und Erfüllung. Peter Lynen arbeitet sich in seinen Objekte und Collagen an der Unmöglichkeit der Darstellung von zeitlicher Gegenwart ab. In der gemeinsamen Ausstellung im message salon downtown setzen die beiden Künstler ihre Werke gegenüber. Ingrid Scherr und Peter Lynen nehmen grosse, philosophische Themen auf. Der Mensch erscheint als ein Dividuum, verstrickt in Konfrontation mit einer komplexen, ihn überfordernden Welt. Ingrid Scherrs und Peter Lynens Objekte sind geistreich und voller Schalk, ihre Kunst erscheint als eine verrückte Wissenschaft mit unvorhersehbaren Ergebnissen. Leichte Melancholie kommt auf, doch diese hat etwas Versöhnliches: Der Mensch ist in seiner Unvollkommenheit liebenswert.

Ingrid Scherr und Peter Lynen entstammen der sehr aktiven und beachteten Kunstszene Hamburg. Hamburg hatte sich vor allem in den späten neunziger Jahren als eine deutsche Kunsthauptstadt behauptet, viele Künstlerinitiativen und die Kunsthochschule HfBK machten Hamburg zum Zentrum einer intelligenten und unabhängigen Kunstszene. Seit einigen Jahren gibt es einen lebendigen Austausch zwischen der Zürcher und Hamburger Kunstszene, die initiiert von Künstlern und Kunsträumen, die Vernetzung der unabhängigen Kunstszenen belebt und festigt.